Anteil der Aussteller aus der EU gestiegen

02. September 2010

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Im Jahr 2009 haben sich weniger ausländische Unternehmen auf deutschen Messen präsentiert als in den Vorjahren, im Schnitt etwa fünf Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Untersuchung des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (Auma). Er führt den Rückgang auf die internationale Wirtschaftskrise zurück.

Zur dennoch stabilen Position der deutschen Messen hätten 2009 vor allem die großen EU-Länder beigetragen. Die Präsenz ihrer Aussteller sank nur um zwei Prozent. Der Anteil der EU an allen ausländischen Messeteilnehmern wuchs insgesamt leicht – von etwa 53 Prozent bei den Vorveranstaltungen auf 54 Prozent. Größter Aussteller war hier, wie in den Vorjahren, Italien mit 10977 Messeteilnehmern. Auch Großbritannien und die Niederlande haben ihre Ausstellerzahlen beinahe gehalten, Frankreich legte sogar leicht zu.

Ein sehr uneinheitliches Bild boten 2009 die europäischen Nicht-EU-Staaten: Die Zahl der Aussteller aus Russland ging um 38 Prozent auf nur noch 700 zurück, fast 20 Prozent weniger kamen aus der Ukraine. Die Aussteller aus Asien hielten sich auf dem Messeplatz Deutschland dagegen zurück. Knapp 8000 Aussteller sandte die Volksrepublik China 2009 nach Deutschland, vier Prozent weniger als in den Vorjahren.

Aus den USA kamen etwa vier Prozent weniger Aussteller, während die Teilnehmerzahlen aus Kanada sogar leicht zulegten. Die Zahl der Messeteilnehmer aus Lateinamerika stieg ebenfalls geringfügig an, auf fast 2300. Zwar kamen gegenüber den Vorveranstaltungen weniger Aussteller aus Brasilien und Argentinien, dafür aber mehr aus Mexiko und Ecuador.

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Drahtzieher im Hintergrund

27. August 2010

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Die Organisationen sind mächtige, aber auch nützliche Partner der Veranstalter – einige Beispiel

Sie sind ein bisschen wie die graue Eminenz: Nach vorne hin repräsentieren sie, hinten halten sie die Fäden zusammen und ziehen an den Strippen. Die Rede ist von Verbänden. Ihr Handeln prägt die deutsche Messelandschaft ungemein. Einige Ereignisse der jüngsten Vergangenheit zeigen, wie kräftig einige Verbände die Branche aufmischen.

So kämpft der Messeplatz Berlin derzeit darum, die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) zu behalten. Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Veranstalter und Inhaber der Namensrechte, hatte im März dieses Jahres eine Neuausschreibung der Messe bekanntgegeben. Der BDLI wollte Anfang Mai den neuen Standort nennen, eine Entscheidung steht jedoch bislang noch aus. Laut Branchenkreisen sind nur noch Berlin und Leipzig/Halle im Rennen.

Auch bei anderen Verbänden gab es in der Vergangenheit immer wieder ein Kräftemessen. So zog im vergangenen Jahr die Computerspielmesse Games Convention von Leipzig nach Köln um. Der Trägerverband BIU begründete seine Entscheidung, die Veranstaltung solle internationaler und noch erfolgreicher werden. Weil die Sachsen die Namensrechte nicht abgeben wollten, heißt der Kölner Nachfolger der Games Convention nun Gamescom.

So richtig Freude dürfte am rheinischen Messeplatz aber dennoch nicht aufkommen. Zwar können sich die Kölner über den Zugang aus Leipzig freuen, müssen aber selbst einen herben Schlag hinnehmen und große Teile der Textilmesse IMB – World of Textile Processing – nach Frankfurt ziehen lassen. Der ideelle Träger, der Fachverband Bekleidungs- und Ledertechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), hatte kurz nach Abschluss der Messe im April 2009 die Zusammenarbeit mit der Kölnmesse einseitig aufgekündigt und will sich stattdessen künftig bei der neuen Frankfurter Textilfachmesse Texprocess engagieren. Der Verband begründet die Entscheidung vor allem mit der Erfahrung der lokalen Messebetreiber im textilen Bereich. Die Messe Frankfurt verfüge über die mit Abstand höchste Messekompetenz für die gesamte textile Kette. Ein – wenn auch kleineres – Trostpflaster für die Kölner dürfte, neben der Gamescom, ein weiterer Zugang sein: die internationale Fachmesse für Gebrauchtmaschinen USETEC. Der Fachverband des Maschinen- und Werkzeug-Großhandels (FDM) entschied sich für Köln als neuen Standort, nachdem er zuvor die Gebrauchtmaschinen-Messe Resale in Karlsruhe unterstützt hatte.

Die Tatsache, dass vor allem Verbände kräftig am Messekarussell drehen, auch mit negativen Folgen für den jeweiligen Messestandort, lässt nach Auffassung von Experten aber keinesfalls die Schlussfolgerung zu, dass die Organisationen zu mächtig sind. Zwar hätten, so der Marketing-Professor Manfred Kirchgeorg, Verbände durch ihre Bündelungsleistung auch eine Machtfunktion, da sie die Branche repräsentieren und ihr Interessenprofil einflussbringend einsetzen könnten. Dies geschehe aber überwiegend auch im Interesse der Messegesellschaft, betont der Inhaber des Lehrstuhls Marketing Management an der HHL – Leipzig Graduate School of Management. Verbände hätten eine Reihe von Funktionen für die Messeplätze. Sie seien Wissensträger einer Branche, Impulsgeber, auch selbst Veranstalter von Messen. Darüber hinaus helfe die Bündelungsfunktion der Verbände den Messen, die Branche besser in der Breite anzusprechen und zur Teilnahme zu motivieren. „Damit verringern Verbände die Koordinationskosten für die Messen.“

Auch für Hermann Kresse, Chef der internationalen Messeberatung KME Consulting Group in Berlin, sind starke Verbände primär wichtige Partner. Verbände seien Kanalisatoren für Branchen-Communities und damit unverzichtbare Ansprechpartner für Messegesellschaften. „Dabei ist der Organisationsgrad in den einzelnen Branchen sehr unterschiedlich. Je stärker er ist, desto mächtiger sind die Verbände.“ Solange die Organisationen ein echter Spiegel der vertretenen Branche seien, also deren Meinungen effizient und mit einer gewissen übergreifenden Neutralität kanalisieren würden, könnten sie sehr produktiv sein für Messen. „Wenn Verbände allerdings nicht mehr repräsentativ für Branchen sind oder ihre Macht überziehen und dabei all zu gierig nach Vergütungen für ihre Marketingdienste, können sie kontraproduktiv wirken. Negativ wirkt sich nach Auffassung von Professor Kirchgeorg auch die Tatsache aus, dass Verbände die Flexibilität von Messeveranstaltern deutlich einschränken können, in dem sie Einfluss auf die Gestaltung einer Messeveranstaltung nehmen. Dies werde dann spürbar, wenn beispielsweise neue Branchen oder Unternehmen außerhalb des Branchenkontextes aufgenommen werden sollen.

Von den Veranstaltungswechseln negativ betroffene Messeplätze zeigen sich nicht nachtragend. Es könne natürlich zu einer unterschiedlichen Entwicklung der Interessen zwischen Verband und Messe kommen – auch mit der Konsequenz einer Beendigung der Zusammenarbeit, sagt Lea Mock, Unternehmenssprecherin der Messe Leipzig. Im Falle der Games Convention habe sich der Verband weniger gegen die Messe, sondern mehr gegen die Region entschieden. „Verbände sind für uns ganz, ganz wichtig und entscheidend als Türöffner und Multiplikator, um Zugang zu großen Ausstellergruppen zu gewinnen, um an Zielgruppen überhaupt heranzukommen.“ Auch Berlin-Messesprecher Michael T. Hofer signalisiert vor dem Hintergrund eines möglichen Ila-Wechsels Verständnis für die Überlegungen des Verbandes: „Der Verband eruiert die Standortbedingungen und macht seinen Mitgliedern einen Vorschlag. Und wenn dann die Mehrheit sagt: Wir wollen dorthin, dann wird der Verband sich nicht dagegen sperren.“ Daher gehe es in solchen Fällen weniger um Machtausübung, sondern mehr um Einflussnahme.

Experten warnen indes davor, Verbände nur als selbstlose Vollstrecker von Mehrheitsentscheidungen zu sehen. Nicht selten beobachte man, so der Sprecher des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der deutschen Wirtschaft (Auma), Harald Kötter, ein ausgesprochen kesses Verhalten. „Wenn ein Verband die wichtigen Aussteller oder den großen Teil der wichtigen Aussteller vertritt, haben sie natürlich die Möglichkeit, eine ganze Messe zu verlagern – zwar nicht direkt, sondern indem man die wichtigen Aussteller mitnimmt. Damit wird der alten Messe quasi der Boden entzogen.“ Messe-Berater Kresse sieht in starken Verbänden auch harte Kalkulatoren: „Wer eine Messe in einer Stadt mit geringerem Besuchereinzugsgebiet zur Blüte gebracht hat, liebäugelt schon gerne mit Regionen, die mehr Besucher anziehen – sicher nicht zum eigenen finanziellen Schaden.“

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Erholung der Messewirtschaft macht Fortschritte

24. August 2010

Quelle: AUMA

Ergebnisse der deutschen Messen im 1. Halbjahr 2010 deutlich verbessert

Die überregionalen Messen in Deutschland haben sich im 1. Halbjahr 2010 gut behauptet: Bei deutlich anziehender Konjunktur konnten zahlreiche Messen wieder positive Resultate verzeichnen. Dies ergaben vorläufige Berechnungen des AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.

Im Durchschnitt erreichten die Messen des 1. Halbjahres 2010 konstante Ausstellerzahlen (zum Vergleich Gesamtjahr 2009: -4,3 %), wobei über die Hälfte der Messen mehr Aussteller als bei der Vorveranstaltung registrierten. Sehr deutlich verbesserten sich auch die Besucherzahlen: Sie lagen im Durchschnitt knapp 2 % unter denen der Vorveranstaltungen (Gesamtjahr 2009: -8,4 %); auch hier hatten über 50 % der Messen ein Besucher-Plus. Die vermietete Fläche lag jedoch im 1. Halbjahr 2010 noch rund 4 % unter den Ergebnissen der Vorveranstaltungen (Gesamtjahr 2009: -6,0 %). Hier wirken offensichtlich noch Sparbeschlüsse in der ausstellenden Wirtschaft aus dem Jahr 2009 nach.

Angesichts der guten Konjunkturprognosen für 2010 und vor allem des wieder stark wachsenden Außenhandels rechnet der AUMA mit einer weiteren Verbesserung der Messekonjunktur im zweiten Halbjahr.

Für das gesamte Jahr 2010 könnten die Ausstellerzahlen der überregionalen Messen leicht im Plus liegen bei gleichzeitig stabilem Besucherinteresse.

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Standreinigung – sauberer Abschluss einer Aufbauphase oder staubiger Beginn einer Messe

13. August 2010

Der Messestand ist aufgebaut, Produkte und Ausstellungsstücke platziert, die Mannschaft eingeschworen – ein letzter Rundgang über den Stand – alles ist fertig – die Messe kann morgen Früh beginnen. Nicht ganz, denn der Stand muss gereinigt werden. Staub aus der Hallenluft und unzählige Spuren der letzten Stunden müssen beseitigt werden, bevor der Messebesucher den Stand betritt.
Nur selten hat der Aussteller die Zeit und die geeigneten Mittel, die Reinigung selbst durchzuführen. Die Dienstleistung „Standreinigung“ ist in jedem Orderpaket des Messeveranstalters vertreten. Der Einfachheit halber buchen die Unternehmen in den meisten Fällen den Vertragspartner des Veranstalters.
Da die Reinigungsarbeiten aber in der Regel Nachts durchgeführt werden, arbeiten diese meist ohne direkte Aufsicht. Nicht selten ist das aber mit viel Kontrolle und Nacharbeiten am ersten Messemorgen verbunden, da einige Reinigungsfirmen aus Mangel an Wettbewerb ihre Aufgaben gar nicht oder nur unzureichend erfüllen. Doch am ersten Messemorgen haben alle das gleiche Problem und so ist es äußerst schwierig überhaupt noch Nacharbeiten zu lassen, bevor die ersten Kunden kommen. Gerade an ausländischen Messeplätzen treten diese Probleme häufig auf.
Noch weitestgehend ungenutzt ist die Möglichkeit, externe Reinigungsteams zu beauftragen. Sie übernehmen die End- und Laufzeitreinigung des Standes nach vorheriger Absprache zu einer gewünschten Uhrzeit, meist für eine pauschale Summe. Auch eine Stand-by-Reinigung während des laufenden Messebetriebs ist möglich. Trotz mehr an Organisation und zusätzlicher Reisespesen ist diese Möglichkeit oft nicht teurer als die von der Messe angebotene – ganz abgesehen von höherer Qualität der Arbeit und der ständigen Erreichbarkeit des Ansprechpartners vor Ort. Diese beiden Vorteile machen aber gerade diese Variante höchst interessant.
Noch nicht alle Messeplätze lassen diese Möglichkeit zu – es werden aber immer mehr. Sorgen Sie für Wettbewerb, in Ihrem eigenen und insbesondere im Interesse Ihres Kunden – dem Messebesucher.

Daniela Schaefer – WengerWittmann GmbH
Mehr Infos auch in der Kategorie
“Intelligente Messebauten” im XING Messeforum: Intelligentemessebauten

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Aktuelle Messenachrichten im HDTV-Stream

10. August 2010

messelive.tv ist Deutschlands erster HDTV-Sender mit Fokus auf branchenübergreifende Nachrichten rund um Messen und neue industrielle Trends.
In verschiedenen Sendeformaten kommen die Entscheidungsträger von Messe-Veranstaltern und Ausstellern, sowie die “Macher” aus Politik und Wirtschaft zu Wort. Unternehmen und Verbände finden in messelive.tv eine attraktive Distributionsplattform, für ihre Botschaften und Produktneuheiten. Ermöglicht wird dies durch das Multi-Channel-Konzept des Senders. Die Verbreitung von messelive.tv erfolgt als Web-TV, IPTV, Mobil-TV, Hybrid-TV, sowie über mehrere deutsche Kabelnetze.

Hier geht’s zur http://bit.ly/messelivetv

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