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Befindlichkeit der Branche – Prognosen von AUMA und IFO-Institut:

30. November 2009 14:15 / by / Keine Kommentare

Die deutschen Aussteller sind bei ihren Messeplanungen für die beiden nächsten Jahre vorsichtig optimistisch. 20 Prozent der Firmen wollen sich 2010/2011 an mehr Inlandsmessen beteiligen als 2008/2009, 20 Prozent an weniger. Die Ergebnisse beruhen auf einer repräsentativen AUMA-Befragung von 500 deutschen Unternehmen, die auf Fachbesucher-orientierten Messen ausstellen.
Für die Messebranche war 2009 das schwierigste Jahr seit dem Ende des New- Economy-Booms im Jahr 2002, berichtet der AUMA, und alle Kennzahlen sind erstmals seit 2004 ins Minus gerutscht. Nach vorläufigen, teilweise geschätzten Ergebnissen seien die Ausstellerzahlen um 3 bis 4 Prozent zurückgegangen. „Gemessen an den Dimensionen der Wirtschaftskrise hätte es für die Messewirtschaft schlimmer kommen können. Im Vergleich etwa zum Maschinenbau herrschen geradezu stabile Verhältnisse“, sagt Auma-Vorsitzender Hans-Joachim Boekstegers. Er bilanziert: Die führenden Messen, die oft in Deutschland stattfinden, stehen relativ stabil da. Zahlreiche Auslandsmessen der zweiten und dritten Reihe dagegen leider unter Schwierigkeiten. Die Besucherentwicklung im Jahr 2010 ist aufgrund der labilen Konjunkturlage relativ schwer einzuschätzen. Eine Rückkehr der Messekennzahlen in den Plus-Bereich erwartet der AUMA für 2010 noch nicht. Die Messen in Deutschland sorgen derzeit in der deutschen Wirtschaft jährlich für Produktionseffekte von 23,5 Milliarden Euro, so das IFO-Institut. Wichtigste Quelle sind dabei die Messeausgaben der in- und ausländischen Aussteller auf deutschen Messen; sie belaufen sich auf 7,8 Milliarden für ein durchschnittliches Messejahr. Größter Ausgabenblock ist demnach der Standbau einschließlich Transportkosten und anderer standbezogener Leistungen mit einem Anteil von 30,8 Prozent. Es folgen Standmiete inklusive Nebenkosten mit 20,7 Prozent, Personalkosten mit 16,3 Prozent, Übernachtung und Verpflegung mit 12,6 Prozent sowie Reisekosten mit 10,2 Prozent.

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