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Fokus: Ausbildung contra Personalmangel

13. Oktober 2009 14:06 / by / Keine Kommentare

Üppige Besucherzahlen, größere Ausstellungsflächen, verstärktes Auslandsinteresse – die Messewirtschaft hat die Weichen auf Wachstum.
Doch im Erfolg zeigt sich ein Dilemma: qualifizierte Nachwuchskräfte und Akademiker sind im Messewesen trotz weltweiter Führungsrolle rar, Hochschulabsolventen zieht es eher in die Wirtschaft. Die Messe-Branche artikuliert zurzeit einen steigenden Bedarf an qualifiziertem Management-Nachwuchs. Im Fokus steht immer stärker die fundierte, messespezifische Ausbildung künftiger Führungskräfte. Das Berufsfeld hat einiges zu bieten: Messegesellschaften haben sich vom reinen Logistiker und Flächenanbieter zu international orientierten Dienstleistern mit attraktiven Jobperspektiven gewandelt. Nachwuchskräften bietet die Branche praktisch ab dem ersten Moment Managementerfahrungen auf internationalem Parkett und vergleichsweise flache Hierarchien. Doch spezielle Studiengänge an deutschen Hochschulen sind dünn gesät.
„Die Messewirtschaft muss noch stärker in der wissenschaftlichen Ausbildung vorkommen“, fordert Harald Kötter, Sprecher des Ausstellungs- und Messeausschusses der Deutschen Wirtschaft (AUMA), Berlin. Führend bei der Fachkräfte-Ausbildung ist derzeit die Berufsakademie in Ravensburg. Die Mehrzahl der bedeutenden Messegesellschaften lässt dort den Nachwuchs berufsbegleitend studieren. Die BA Ravensburg bietet derzeit im Bereich Messe- und Kongresswirtschaft ein dreijähriges duales Studium an, das sich vor allem für diejenigen eignet, die einen sehr starken Praxisbezug in ihrem Studium und kurze Studienzeiten wünschen. Die Absolventen dürfen sich mit dem Titel „Diplombetriebswirt Messen und Kongresse“ schmücken.

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