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Großunternehmen bringen die Messe zum Besucher – per Truck

12. November 2009 10:12 / by / Keine Kommentare

Eine beliebte Marketing-Plattitüde heißt: Wir gehen dahin, wo unsere Kunden sind.
Zumindest bei den Roadshows stimmt das hundertprozentig, denn die fahrenden Trucks mit Eventcharakter setzen sich in jüngster Zeit immer öfter in Bewegung – statt einem Messestand unter Vielen entscheiden sich Unternehmen nicht selten für einen individuellen Präsentationsrahmen ihrer Produkte. Denn: Auf großen Messen ist die individuelle Ansprache oft nicht mehr möglich. Besonders IT-Unternehmen wie Hewlett-Packard oder der Software-Riese SAP sind äußerst aktiv in Sachen mobiler Präsentation. Die Orte, an denen eine Roadshow Station macht, werden nach genauer Analyse ausgewählt: Wie ist die Händlerdichte? Welche Entfernung muss ein Besucher bis zum nächsten Händler zurück legen? Stimmt die strategische Konzeption, lässt sich eine Roadshow als Plattform zur Kundengewinnung mit andockenden CRM-Maßnahmen nutzen: Etwa, wenn über Gewinnspiele die Adressen der interessierten Nutzer eingesammelt werden können. Die Direktbank ING-DiBa ließ gar das größte Eiswohnhaus Europas als Teil einer mobilen Roadshow durch sechs deutsche Städte rollen. Wichtig ist nach Meinung von Marketingexperten der Link zum Handel – besonders dann, wenn es sich um so genannte Hardselling-Roadshows handelt. Die Inszenierung wird dann zum Türöffner am Point of Sale. Der vermutlich unangefochtene Roadshow-Rekordhalter Skoda Deutschland nutzt dieses Instrument übrigens unglaublich effizient: Seit über zehn Jahren „on the road“, hat das Unternehmen in seinem „mobilen Autohaus mit angeschlossenem Freizeitpark“ in weit über 600 Kundenveranstaltungen mindestens 100 Millionen Kontakte generiert.

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