Spotlight: Verstärkt die Messewirtschaft ihre Krise selbst?
Die gute Nachricht zuerst: Deutsche Messen waren 2008 auf Wachstumskurs. Das berichtet der AUMA (Ausstellungs- und Messeausschuss der deutschen Wirtschaft e.V.) auf seiner Homepage. Sowohl die Ausstellerzahlen als auch die vermietete Fläche sind in 2008 wieder gestiegen. Ein Trend deutet sich jedoch an: Die Wachstumsraten sind im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig. Und die Messewirtschaft fragt sich, welches Ausmaß diese Entwicklung in diesem Jahr annehmen wird. Auch hierzu gibt es Studien und in den Medien ist täglich über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft zu lesen. „Die Krise“ ist aktuell Thema Nummer eins – auch in der Messewirtschaft. Statt Optimismus dominiert Unsicherheit die Branchentreffs. Ein Beispiel für die Verunsicherung der Akteure ist der Umgang mit Projekt-Absagen: Häufig wird ohne fundierte Grundlage die gesamtwirtschaftliche Situation als Ursache für ein verloren gegangenes Projekt vorgeschoben. So reden wir „die Krise“ dann auch selber stark, geben ihr eine ungewollte Dynamik und helfen ihr dabei, sich zur einer selbsterfüllenden Prophezeiung zu entwickeln. Dabei gibt es in jeder wirtschaftlichen Situation Absagen. In der medial allgegenwärtigen Krise steckt jedenfalls eine große Portion Psychologie: Wir alle können dazu beitragen, dass die Auswirkungen auf die Messewirtschaft so gering wie möglich bleiben.

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