Unterschiedlich hohe Bodenaufbauten auf Messen sind nicht nur zur Wegeführung und Zonierung notwendig.
Um den Messestand mit Strom, Wasser oder Druckluft zu versorgen, ist ein erhöhter Bodenaufbau meist zwingend erforderlich. Aber auch ein unebener Hallenboden, oder Standaufbauen mit einer im Boden eingelassenen Unterkonstruktion erfordern eine Bodenerhöhung. Diese sind dann allerdings auch beliebte Stolperfallen bei den Standbesuchern und manchmal auch beim Standpersonal.
Dabei stellen Podeste oder Bühnen innerhalb des Standes oftmals nicht das große Problem dar.
Der Höhenunterschied des Messestandes an sich- also ein Unterschied zum Hallengang von 4 bis 10 cm lassen so manchen Kunden ins Straucheln geraten.
Man sollte meinen, dass Messebesucher wissen und sehen, dass fast alle Stände diesen Bodenaufbau haben. Doch die Reizüberflutung durch das hohe Aufkommen an Menschen und Informationen auf engstem Raum in der Messehalle lenken den Blick und die Aufmerksamkeit des Besuchers weg von Dingen die direkt vor seinen Füßen sind.
Balustraden und Handläufe sind ab bestimmten Höhen notwendig und erfüllen ihren Zweck in diesen Bereich sehr gut. Doch wer möchte schon einen ganzen Messestand damit einfrieden?
Einen Messestand wie eine Burg zu schließen und nur auf einen Eingang zu fokussieren ist sicherlich auch keine einladende Methode.
Gerade Aussteller aus den USA haben hier für sich das so genannte Padding entdeckt. Hierzu werden Schaumstoffbahnen unter den Teppich gelegt, in die Kabel, Rohre und Schläuche verleget werden können. Dieses weichere Trittgefühl ist für manche angenehm, lässt aber auch die nun im Boden verborgenen Stolperfallen nicht verschwinden. Ganz im Gegenteil- diese versteckten Bodenwellen machen es dem Besucher unmöglich, nicht zu stolpern.
Eine gute Möglichkeit auf den erhöhten Bodenaufbau zu verzichten, gibt es in Messehallen mit so genannten Spatenkanälen. Oft bietet sich die Möglichkeit, diese mit zu benutzen und so Kabel und Schläuche an auf dem Stand zu verteilen. Das erfordert aber ein Standdesign, dass auf die starre Anordnung dieser Kanäle ausgerichtet ist. Die Flexibilität eines nachträglichen Verschiebens vor Ort ist hier nicht gegeben.
Ungleich leichter ist es durch Farb- und/ oder Materialwechsel Kontraste zu schaffen, die vom Besucher intuitiv wahrgenommen werden. Eine clevere Anordnung von Produktzonen, Displays und Grafiken kann diesen Effekt verstärken. Die gehobene Variante: Mit Hilfe von Unterleuchtung oder LED-Schläuchen können Stufenabsätze und Standkanten sichtbar gemacht werden. Eine weitere Alternative: die schräge Rampe oder abwinkelte Kantenprofile. Diese Anrampung erleichtert nicht nur Rollstuhlfahrern das Überwinden von Podeststufen und Absätzen.

So bleiben Stufen bei Zu- und Übergängen ein Problem, dass sich jedoch managen lässt.

Daniela Schaefer – WengerWittmann GmbH
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