Es ist das augenfälligste Charakteristikum jedes Unternehmens – und weckt im besten Falle schon allein klare Assoziationen beim Betrachter: Das Logo ist die Visitenkarte jedes Unternehmens, es steht in Form, Farbe, Typo und Graphikelementen synonym für Qualität und guten Namen. Entsprechend ist Feingefühl und Genauigkeit im Umgang mit dem Markenzeichen auf Messen gefragt.

Das prägnanteste Logo nutzt beim Messeauftritt wenig, wenn es nicht so platziert ist, dass es dem Besucher schon von weitem ins Auge fällt. Im visuellen Wettbewerb mit seinen Nachbarn muss der Stand zur Fernwirkung gekonnt mit dem Firmenzeichen ausgeflaggt sein.
Zieht man die Blickachsen in den Hallengängen von vornherein ins Kalkül und nutzt die maximale Werbehöhe, finden sich schnell die besten Möglichkeiten zur Positionierung der Logos. Dabei gilt: Weniger ist mehr, Logos sollten sparsam, dafür aber gezielt eingesetzt werden, eine Überfrachtung wirkt schnell marktschreierisch. Ebenso muss die Dimensionierung ausgewogen sein: Der Betrachtungsabstand bestimmt dabei Größe und die zu montierende Höhe.
CD-Treue in formaler und farblicher Ausprägung ist selbstverständlich die Grundvoraussetzung beim Einsatz jeglicher zweidimensionaler Brandingelemente am Stand. Dies garantiert zum einen die Unverkennbarkeit des Unternehmens, erleichtert aber auch die schnelle Wiedererkennbarkeit der Marke. Dabei kann die Firmenleitfarbe oft sehr wirkungsvoll im architektonischen Bauwerk eingesetzt werden, um dem Markenbild im Dreidimensionalen mehr Kraft zu verleihen. Dabei ist natürlich darauf zu achten, dass die Leitfarbe mit den bestimmenden Materialien der Boden- oder Wandgestaltung, Möbeln oder Dekorationen und der Architektur des Standes eine Einheit bildet.
Im inneren Bereich des Standes sollte mit Logos reduziert umgegangen werden, da es erfahrungsgemäß schon häufig in Grafiken eingebunden ist. Der Besucher weiß, wo er sich befindet, wenn die Firmencodierung aus der Ferne und im Zugangs- bzw. Empfangsbereich richtig ausgeflaggt wurde.
Sicherlich sinnvoll ist, das Markenemblem gezielt in wichtigen Bereichen wie bei neuen Produktgruppen oder beispielsweise im Zugangsbereich zu der Händlerzone zu platzieren. Mit Maß und Ziel lässt sich das Logo im Detail einsetzen.
Neben den in der Regel (unvermeidbar) präsenten Logos auf Produkten und Prospekten sind den Einsatzmöglichkeiten wenig Grenzen gesetzt – aber immer nach dem Motto eher klein und fein: Die Mitarbeiter sollten nicht als Litfasssäulen fungieren, gut gedruckt oder gestickt auf der Kleidung des Standpersonals sieht es wertig aus- als Ergänzung zum Namensschild. Auch gebrandetes Geschirr wirkt edel.
Auch im Bereich der Giveaways oder auch Branded Food gibt es interessante Möglichkeiten. Grundsätzlich gilt: Klasse statt Masse, die gebrandeten Mittel sollen einen attraktiven, bestenfalls erinnerungswürdigen Akzent setzen und einzeln wahrnehmbar sein.

Der erste Eindruck zählt – und lässt sich bekanntlich schwer revidieren. So gibt es einige Don’ts beim Einsatz des Firmenlogos. Hier noch einmal die klare Absage an den Masseneinsatz, der jede Art von Fokussierung durch den Besucher unmöglich macht. Ist das Logo auf einem Untergrund aufgebracht, darf dieser keinesfalls zu transparent sein, denn invers betrachtet wird das Markenbild verfälscht. Gleiches gilt für frei hängende Buchstaben. Das Logo in Einzelbuchstaben ohne klaren Hintergrund ist schlecht erkennbar – ebenso Markenembleme, die in unruhige Untergründe, Grafiken oder Flächen integriert sind. Auf Plexiplatten aufgezogene Logos tendieren dazu, unerwünschte Lichtreflexe oder Spiegelungen zu erzeugen. Ebenso unerwünscht, eigentlich ein No-Go: ein Logo auf dem Boden des Messestandes zu platzieren: Welches Unternehmen möchte schon mit den Füßen getreten werden?

Daniela Schaefer – WengerWittmann GmbH

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