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Initiative greenstands – klimaneutraler Messestand

02. März 2010 15:35 / by / 3 Kommentare

Die Konzentration der Treibhausgase wird seit Beginn des Industriezeitalters stetig erhöht, 60% der Erderwärmung wird allein durch den steigenden CO2-Gehalt der Luft verursacht.

Das Bewusstsein und auch die Bereitschaft der Aussteller, Teile des Messe-Budgets in klimafreundliche Lösungen zu investieren, sind in der letzten Zeit drastisch gestiegen. Nach einer Umfrage durch die Bloom Group unter fast 500 Ausstellern in den USA sind 89% interessiert an grünen Alternativen für die Messe. 40% haben bereits konkrete Schritte in dieser Richtung unternommen.
Der klimaneutrale Messestand soll jetzt dabei helfen, auch im Bereich Messebau umzudenken. Wer bei einem Standauf- bzw. abbau schon einmal dabei war, hat sicher auch das Bild riesiger Müllberge vor sich. Gerade hier ist das Einsparungspotenzial sehr groß.
Jedem muss bewusst sein: Den vollständig emissionsfreien Stand wird es nicht geben. Gerade deshalb ist es aber umso wichtiger, den CO2-Ausstoß auf ein mögliches Minimum zu reduzieren.
Das Prinzip eines klimaneutralen Messeauftritts im Sinne des Kyoto-Protokolls ist es deshalb, entstandene CO2-Emissionen zu kompensieren, Umweltverschmutzung zu vermeiden oder zu reduzieren und so viele Materialien wie möglich zu recyceln.Die Initiative www.greenstands.de berät dazu Interessierte zum Thema klimaneutrale Messeauftritte.

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3 Kommentare

  1. Messebau sagt:

    Ein wertvoller und ganzheitlicher Beitrag. Unser Gedanke an die Umwelt wird bereits ab August 2008 gelebt. Damals wurde bei der WWM das Projekt „Green Exhibitions“ ins Leben gerufen, das die Verwendung von ökologischen Materialien und die Effizienz der Materialverwendung beachtet.

  2. Aber mal Hand auf das Herz: Ihrer Meinung nach sollte ein Messeaussteller nur die ortsansässigen Messebaufirmen beauftragen. Wie soll dieser Gedanke kundenoptimiert, qualitativ und international umgesetzt werden? Aufgrund der großen Vielzahl an Messesystemen, guten sowie weniger guten Messemonteuren, respektive Messebaufirmen etc. ist dieser ökologische Gedanke, den CO2 Ausstoß durch die Reduzierung der Fahrzeiten der Messemonteure nicht zu realisieren. Außerdem gibt es im Messebau alternative Überlegungen, das Messeprojekt zumindest teilweise in den grünen Sektor zu führen. Es ist zu realisieren, das z.B. Laminatböden, Bodenplatten usw. bis auf den Verschnitt auch 2-3 mal zum Einsatz in den Messehallen kommen. Außerdem gibt es Systemstände, welche bei dementsprechender Handhabung viele Jahre verwendet werden. Selbstverständlich verläuft natürlich alles unter dem Aspekt der 100 % tigen Qualitätssicherung und der großen Verantwortung gegenüber dem Kunden. Bei uns wird z.B. die Wandabwicklung nicht entsorgt, sondern weiter für Transportkisten, Ablagen, Fachböden oder den Lagerausbauten verwendet. Es gibt auch viele private Handwerker, die diese Messewände gern für Ihre Ausbauten abnehmen. Gebrauchte Messeteppiche können als Verpackungsmittel wiederverwertet werden. Durch langfristige Planung und rechtzeitige Bestellungen werden Transporte gebündelt und reduzieren somit den Emissionsausstoß. Viele dieser Möglichkeiten werden von http://www.messebauservice.com seit Jahren effektiv umgesetzt. Die ökologische Seite erhält auch in unserer Branche einen wesentlichen Stellenwert, welcher vielfältig umsetzbar ist. Jeder sollte seiner Verantwortung als Messedienstleister , dem Messeaussteller und gleichzeitig der Umwelt gegenüber gerecht werden.

  3. Ein toller Beitrag. Gratulation. Nur denke ich, dass weniger die Müllberge in den Messehallen, als vielmehr die gefahrenen Autobahnkilometer der zahlreichen Messebauer, das meiste CO2 verursachen. Wenn die Aussteller endlich dazu übergingen, ihre Messebauaufträge an Messebaufirmen zu vergeben, die vor Ort sind, dann wäre sehr viel gewonnen. Doch solange der Berliner Messebauer nach München fährt und der Münchner ihm auf seinem Weg nach Berlin bei Frankfurt begegnet, sind Messebaukosten und CO2 extrem hoch. Eine Ursache für diesen Unsinn findet man darin, dass den Messebauern vor Ort, die Aufträge von der Messebaugesellschaft vor Ort, vor der Nase weggeschnappt werde. Also bleibt dem Messebauer nichts anderes übrig, als seine Dienstleistung überall anzubieten. Das zeigt auch das neueste Beispiel aus Hannover. Hier gibt es einen Messebauer, der seit Jahren ausschließlich für Messebau in seiner Heimatstadt akquiriert und nur dort tätig ist. Inzwischen muss er schon in Hamburg anbieten, weil die Messe Hannover immer mehr Ausstellern den Messestand baut. Also CO2 – Ausstoß muss runter, doch zuerst sollte weniger gefahren werden. Setzen wir doch den Hebel einmal bei den Messegesellschaften an, Sie sollen zu ihrem Kerngeschäft zurück, dann haben die ortsansässigen Messebauer keinen Grund mehr Kilometer zu fressen, wenn sie überleben wollen.

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