Nachbetrachtung des digitalen Branchenhighlights dmexco
Das Messe-Highlight der Digitalbranche heißt zwar nun dmexco (Digital Marketing Exposition & Conference) anstelle OMD und findet nicht mehr in Düsseldorf sondern in Köln statt – seine Anziehungskraft hat der Branchentreff aber trotz Diskussionen um Ort und Namensgebung nicht verloren. 14.000 Besucher und 290 Aussteller kamen Ende September in die Domstadt – immer noch viel, aber dennoch ein Verlust von rund 25 Prozent. Vielleicht auch hier der bekannte Reflex: „Erst mal abwarten, wie die Sache läuft…“ Im letzten Jahr konnte die OMD noch 20.000 Besucher und 380 Aussteller verzeichnen. Größter und aktuellster Themenkomplex in der Halle war der Bereich „Social Media“. Neben Online-Video, Mobile und Targeting wurde zudem viel über Kreativität diskutiert: Werbung im Netz soll künftig nicht mehr allein auf Performance und Messbarkeit reduziert werden. Laut einer Umfrage der Veranstalter waren drei Viertel der Besucher mit der Qualität des Branchentreffs „zufrieden“ bis „sehr zufrieden“. Viele Aussteller äußerten sich tendenziell sehr positiv, lobten die „angenehme Atmosphäre“ und die „guten Gespräche“. Auffällig, dass im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Besucher auch solche Konzerne mit überdimensionalen Ständen aufwarteten, die zuvor ob ihrer wirtschaftlichen Probleme in den Schlagzeilen waren – etwa der zur ProSiebenSat.1-Gruppe zählende Vermarkter SevenOneMedia. Gut genutzt wurde von vielen Agenturen das neue Konzept der „Agency Lounge“ in direktem Anschluss zur Messehalle 8: In ungestörter Arbeitsatmosphäre konnten Agenturvertreter mit ihren Kunden eine Auszeit vom Messegeschehen nehmen und dabei gleichzeitig ihr Unternehmen präsentieren. Die direkt angrenzenden „Rent Offices“ sollten zudem die Möglichkeit für Hintergrundgespräche und Geschäftsabschlüsse bieten – und stellen sicherlich eine interessante Alternative zum traditionellen Messestand dar.

0 Kommentare
Sie können den ersten Kommentar schreiben.