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Über Plan und neue Pläne

26. Januar 2012 14:25 / by / Keine Kommentare

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Die Chefs der größten deutschen Messegesellschaften zeigen sich zufrieden mit dem Jahr 2011

Nur nicht auf den Lorbeeren ausruhen: Kaum zeigt sich, dass das Messejahr 2011 die Erwartungen der deutschen Messegesellschaften übererfüllt hat, schon haben die Chefs neue Ziele im Blick: Eine weitere Verstärkung des Auslandsengagements, neue Messen und der Bau neuer Flächen sind schon fest im Plan.

Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt:
„Die Messe Frankfurt steht 2011 weltweit unter den Top Drei ihrer Branche und ist in Deutschland weiterhin klarer Marktführer. Mit etwa 457 Millionen Euro haben wir den bisher höchsten Umsatz in unserer Geschichte erreicht. Besonders gut war in diesem Jahr das gesunde Wachstum bei unseren Veranstaltungen in Frankfurt und im Ausland. Wir haben auch vier neue Eigenveranstaltungen etablieren können.Die Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Gastveranstaltern wie zum Beispiel der IAA und der Buchmesse haben wir verlängern und vertiefen können. In Russland veranstalten wir durch den Kauf der Interlight Moscow zukünftig Russlands größte Lichtmesse. Gerade haben wir den Vertrag für ein weiteres Kongresszentrum, das bis Herbst 2013 im Skyline-Plaza-Komplex in unmittelbarer Nachbarschaft zum Messegelände entsteht, unterzeichnet. Und ein besonderes Bonbon ist der Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, den Deutschen Pavillon bei der Weltausstellung in Mailand 2015 zu organisieren. Im kommenden Jahr erhoffen wir uns einen Umsatz, der die halbe Milliarde knacken soll.“

Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München International:
„Das zur Neige gehende Jahr 2011 war für uns ein sehr erfreuliches. Wir haben mit unseren Messen bei Ausstellern, Besuchern und vermieteter Fläche stärker zulegen können als der Messeplatz Deutschland und ein Jahresergebnis erzielt, das um 77 Prozent über der ursprünglichen Planung liegt. Unser Highlight war sicherlich die gelungene Premiere unserer Baumaschinenfachmesse bc India in Mumbai. Diese hat vom Start weg alle Erwartungen übertroffen und darüber hinaus Qualitätsstandards für den indischen Messemarkt gesetzt. Jetzt freuen wir uns auf ein starkes Messe- und Veranstaltungsjahr 2012 mit allein sieben Leitmessen am Standort München, von denen zwei im ersten Halbjahr bereits ausverkauft sind. Und mit dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) mit mehr als 30 000 erwarteten Teilnehmern kommt einer begehrtesten Medizinkongresse zum dritten Mal nach München; ein Beleg für die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Akteure der Münchner Kongressindustrie.“

Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf:
„Die vorläufige Bilanz 2011 sieht gut aus, mit Zuwächsen bei Ausstellern, Besuchern und Fläche. In den nächsten zwei Jahren rechnen wir ebenfalls mit einer positiven Umsatz- und Ertragslage. Mein Ziel: organisches Wachstum von durchschnittlich vier bis fünf Prozent pro Jahr, abhängig von den Messezyklen. Besondere Highlights 2011 waren Interpack und Medica. Zur Interpack haben wir gemeinsam mit der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen die Unternehmensinitiative Save Food gestartet. Mit dem Ziel: Vertreter der gesamten Wertschöpfungskette und NGOs im Kampf gegen Lebensmittelverluste an einen Tisch zu bringen. 2012 steht ganz im Zeichen der drupa. Mit der Energy Storage Konferenz und Fachmesse greifen wir im nächsten Jahr erstmals das Thema Speicherung alternativer Energien auf. International wollen wir unsere Produktfamilien weiter ausbauen.“

Peter Ottmann, Geschäftsführer der Nürnberg-Messe:
„Die ungeraden Jahre sind für uns die turnusgemäß schwächeren. Aber dafür war es ein starkes Jahr! Wir rechnen mit dem zweithöchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte und einer deutlichen Verbesserung des geplanten Jahresergebnisses. Über zwei Dinge waren wir in diesem Jahr besonders froh: In Nürnberg konnten wir im Oktober die neue Marke Nürnberg-Convention aus der Taufe heben. Außerdem konnte unsere Tochtergesellschaft Nürnberg-Messe Brasil, seitdem wir sie gekauft haben, ihren Umsatz um fast 50 Prozent steigern. Wir erwarten 2012 ein turnusgemäß starkes Messejahr, worauf auch die Buchungen im ersten Halbjahr schließen lassen. Natürlich bleibt die Unsicherheit, wie sich die Finanzmärkte entwickeln.“

Wolfram von Fritsch, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe:
„Die Deutsche Messe hatte noch nie so viel zu tun wie in diesem Jahr. Das veranstaltungsreichste Jahr unserer Geschichte geht zu Ende. Dabei lief alles wie am Schnürchen. Alle Veranstaltungen sind deutlich stärker verlaufen als geplant. In Erinnerung bleiben brummende Stände der Aussteller, großartige Geschäfte, glückliche Gesichter von Ausstellern und Besuchern. Einfach Messen wie im Bilderbuch – ob Cebit, Hannover Messe, Emo oder Agritechnica – und sogar das Wetter spielte mit. 2012 setzten wir noch stärker auf Innovationen auf all unseren Messen. Es werden wieder ein strammer Veranstaltungskalender in Deutschland und mehrere neue Veranstaltungen im Ausland.“

Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse:
„2011 war ein toller Messejahrgang. Die Kölner Messen hatten gegenüber Vorveranstaltungen bei Fläche, Ausstellern und Besuchern durchschnittlich zweistellige Wachstumsraten vorzuweisen. Umsatz und Ergebnis werden deutlich über den Erwartungen liegen. Wir haben es geschafft, uns in Messemanagement, Services und Vertrieb eine neue, im Messegeschäft sicher einzigartige Struktur zu geben. Das geschah parallel zum laufenden Messegeschäft – also eine grandiose Leistung der gesamten Koelnmesse-Mannschaft. Trotz eines turnusmäßig schwächeren Messejahres wollen wir unseren positiven Trend fortsetzen, und ich hoffe auf stabile konjunkturelle Rahmenbedingungen.“

Raimund Hosch, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe Berlin:
„Die Unternehmensgruppe Messe Berlin wird in 2011 ihr bisher bestes Ergebnis in einem ungeraden, vom Veranstaltungsprogramm her schwächeren Jahr, erreichen. Höhepunkte in 2011 waren die Grundsteinlegung für ein zweites Messegelände am neuen Flughafen Berlin und der Beginn zum Neubau einer zweigeschossigen, kongresstauglichen Messehalle am Platz der ehemaligen Deutschlandhalle. Wir planen neue Bestresultate bei Umsatz und Ergebnis sowie die Grundsteinlegung und den Rohbau für die neue Halle. Zudem werden am neuen Berlin Expo-Center Airport gleich zwei größere Veranstaltungen zur Premiere platziert.“

Ulrich Kromer, Sprecher der Geschäftsführung Landesmesse Stuttgart:
„Die ungeraden Messejahre gehören aufgrund der Messezyklen zu den wirtschaftlich schwächeren Jahren. Es zeichnet sich jedoch ab, dass wir deutlich über unseren Erwartungen liegen werden. Trotz der wirtschaftlich unsicheren Zeit konnten wir in nahezu allen Bereichen weiter wachsen. Wir liegen somit hinsichtlich Umsatzwachstum und Hallenumschlagshäufigkeit weit vorne. Unsere Infrastruktur und Verkehrsanbindung sind optimal, und wir werden durch die Entscheidung für Stuttgart 21 und dem damit verbundenen Zug-Fernverkehrsanschluss Messe/Flughafen nochmals einen Schub erhalten. Wir erwarten ein Rekordjahr mit etwa 70 Messen und kräftig schwarzen Zahlen. Insbesondere unsere Zugpferde sind sehr gut gebucht, teilweise sogar ausgebucht.“

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