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Zusammen die Zukunft verstehen

17. Januar 2012 16:43 / by / Keine Kommentare

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Mitte November fand in Valencia der 78. Kongress des Messe-Weltverbands UFI (The Global Association of the Exhibition Industry) statt. Mehr als 400 Messeprofis aus 52 Ländern nutzten die Jahrestagung auf dem Messegelände der Feria Valencia, um neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu pflegen. Auf dem Programm mit dem Motto „Brücken schlagen zwischen Kontinenten – Menschen verbinden“ standen Vorträge und ein Diskussionsforum zu den Themen wirtschaftlicher Wandel, Lateinamerika sowie technische Neuerungen im Geschäftsleben und dadurch entstehende Möglichkeiten für die Messewirtschaft.

Als erster externer Redner des Kongresses gab Stéphane Garelli, Professor an dem International Institute of Development Management in Lausanne, einen Überblick über die globalen wirtschaftlichen Veränderungen und Verschiebungen in den vergangenen Jahren und ermahnte zu mehr Mut, in dieser veränderten Welt neue Wege zu gehen und eine „Warum nicht?“-Strategie zu verfolgen.

Mercedes Araoz, Professorin und Marktforscherin an der Universidad del Pacifico in Peru, stellte die Wirtschaftsdaten und Standortfaktoren Lateinamerikas vor. Das vielerorts beträchtliche Wirtschaftswachstum eröffne Unternehmen und Messeveranstaltern aus anderen Kontinenten sehr gute Zukunftschancen. Technologie und deren Entwicklung sowie die Möglichkeiten ihrer Nutzung im Messegeschäft, etwa die Augmented Reality, also die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung, waren die Themen von Spencer Kelly, Technologieexperte und Moderator des BBC-Technologie-Programms „Click“.

Experten diskutierten über das Verhältnis zwischen Geländeeignern und Veranstaltern, über die Notwendigkeit einer an die Kundschaft angepassten Infrastruktur und Veranstaltungskonzepte sowie über den Trend, das Publikum einzubeziehen. Auch die These, dass die Zeit der Zufallskontakte auf Messen zu Ende gehe, wurde diskutiert. Jochen Witt, jwc Köln, beschäftigte sich anschließend mit ökonomischen und messewirtschaftlichen Trends in den wichtigsten Welt-Regionen. Der Weltverband UFI repräsentiert 574 Mitgliedsorganisationen in 84 Ländern weltweit. Fast 900 internationale Messen werden unter dem UFI-Label veranstaltet. Im ablaufenden Jahr hat die UFI mehr als 30 neue Mitglieder aufgenommen, darunter die Messe Nürnberg und die IDFA – Interessengemeinschaft Deutscher Fachmessen und Ausstellungsstädte.

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